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| :: Complete news |
| Season 2009-2010 | Semi-Final | 03/06/2010, 20:00 |
 | Spandau 04 |
vs. |
VA Cattaro |  |
| 6-6 (2-2, 2-3, 0-1, 2-0)
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Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Berlin Referee: Erhan Tulga, Nikolaos Vassiliou Delegate: Jean-Claude Demey Spectators: 700 |
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03/06/2010 - Wolfgang Philipps - waterpolo-world.com |
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Aufholjagd bleibt aus: Spandau verpaßt Endspiel |
 Skeptische Blicke: Bürgermeister Klaus Wowereit und Vereinspräsident Hagen Stamm. Foto: Jens Witte |
Tolle Party im Bad, aber kein Happy-End: Der deutsche Meister Wasserfreunde Spandau 04 kam im Halbfinale der LEN-Trophy gegen den montenegrinischen Vertreter VA Cattaro im Rückspiel trotz einer Vielzahl guter Möglichkeiten nicht über ein 6:6 (2:2, 2:3, 0:1, 2:2)-Unentschieden hinaus und verpaßte damit die erste europäische Endspielteilnahme seit 1989. Vor guter Kulisse und auch einiger Prominenz, darunter Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), kamen die Berliner nach der 4:8-Hinspielniederlage in Kotor nie entscheidend heran und schwammen langezeit auch einem Rückstand hinterher.
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 Gästeschlußmann Gojko Pjetlović ließ nur sechs Gegentreffer zu. Foto: Jens Witte |
Man konnte in der prächtig dekorierten Schwimmhalle am Sachsendamm ein wenig von dem Glanz der 80er Jahre, als der Klub von der Havel eines der dünn gesäten sportlichen Aushängeschilder jenes eingemauerten Vorposten des Westens war, wie auch dem Potential der Sportart in der Außendarstellung erkennen. Der Spielverderber des Abends war die Chancenauswertung des deutschen Meisters, für den trotz der 4:8-Niederlage immer noch alles drin war: Ein Centertor von Nationalspieler Andreas Schlotterbeck nach nur 26 Sekunden weckte Hoffnungen, und die Berliner hatten bereits im nächsten Spielzug die Chance zum 2:0 auf der Hand. Stattdessen streute Aljoša Kunac, einer von drei Weltmeistern des Jahres 2007 mit Kroatien in einem Team mit einer Vielzahl von Routiniers, direkt im Gegenzug in Überzahl den Ausgleich zum 1:1 ein. Die Zahl der eigenen Chancen hätte aus Berliner durchaus reichen können, vielleicht sogar müssen, doch Wasserball ist eben nicht nur Spiel der Quantität oder Mathematik: Am Ende blieben beim 13 Überzahlversuchen und zwei Strafwürfen lediglich fünf Treffer, auch weitere Treffer aus dem laufenden Spiel blieben nach dem 1:0 gegen die ausgebufften Profis von der Adria letztlich Fehlanzeige. Zwar ließ Marko Savic in Überzahl noch das 2:1 (7.) folgen, doch jede weitere Treffer traf die Spandauer (und deren Nervenkostüm) ins Herz und ließ die Chancen auf die ersten Endspielteilnahme seit 1989 oder den ersten Titel seit 1988 davonschwimmen. Cattaro glich noch vor der Pause zum 2:2 aus, und ging im zweiten Abschnitt dreimal in Führung, was eine 5:4-Führung (15.) brachte, die bis zum Seitenwechsel bestand hat. Das vorhandene, aber letztlich nicht genutzte Potential der Hausherren deutete sich dennoch an: Spandau ließ nach dem Seitenwechsel nur noch einen Gegentreffer zum 4:6 (17.) zu und hielt den Kontrahenten die weiteren 15 Minuten sogar torlos. Alleine mit den vergebenen Chancen nach dem Seitenwechsel, darunter ein ausgelassener Strafwurf durch Marko Savic, wäre sogar hier noch eine Wende möglich gewesen, so daß Vereinspräsident und Bundestrainer Hagen Stamm wie schon nach dem Hinspiel ein vernichtendes Urteil fällte: „Wir haben es nicht verdient, wir waren heute zu doof!" Mit den beiden Treffern im Schlußabschnitt von Moritz Oeler per Strafwurf sowie Erik Miers in Überzahl zum 6:6 (29.) folgte zumindest noch der Ausgleich, doch letztlich blieb für das Team die Erkenntnis, daß in einem solchem Spiel „alles klappen muß“, wie es ein Fan ausdrückte. Vergebene Chance Spandau wird vermutlich zwar weiter einen Platz in der erweiterten europäischen Spitze bekleiden, dennoch beklagten Beobachter verpaßte Gelegenheiten: „Für die meisten von uns war es vielleicht die einzige Chance, mal ein Europapokalfinale zu spielen", sagte Routinier Sören Mackeben. Ein Spandauer Endspielauftritt hätte der Sportart zudem nicht nur in der Hauptstadt, sonder auch national zumindest wieder ein Ausrufezeichen verpassen und dem deutschen Wasserball im EM-Jahr nach dem sechsten Platz beim WM-Turnier des vergangenen Sommers zugleich auch ein wenig internationales Renommee verschaffen können. So bleibt nur ein Saisonfazit, das in jedem Fall einige interessante Zahlen präsentiert: Die Akteure des Meisters haben mit den 16 (!) EuroLeague- und LEN-Trophy-Spielen der laufenden Saison wieder einiges an internationaler Erfahrung gesammelt, die die heimische Liga in der Tat nur selten bietet und sich vielleicht auch für die Nationalmannschaft noch auszahlen könnte. Mit zehn Siegen, dem Unentschieden vom Sonnabend und fünf Niederlagen haben die Spandauer zudem ihre ohnehin schon turmhohe Führung in der Europapokalbilanz der deutschen Vereine weiter ausgebaut, aber das war heute eben kein Trostpreis. LEN-Trophy 2009/2010, Halbfinale, Rückspiel Wasserfreunde Spandau 04 (GER) – VA Cattaro (MNE) 6:6 (2:2, 2:3, 0:1, 2:0) Spandau: Tchigir, Bukowski,, Schroedter, Naroska, Preuß, Bolovic, Savić 1, Miers 2, Schlotterbeck 1, Oeler 2/1, Mackeben, Stamm, Eidner. Trainer: Nebojsa Novoselać. Cattaro: Pjetlović – Nastran 1, Vukčević 1, Bjelobrković, Kordić, Smodalka, T. Varga, Đogaš 2, Mišić, Žanetić, Kunac 1, D. Filipović 1, Jelić. Trainer: Mirko Vičević. Persönliche Fehler: 11/15 Überzahlspiel: Spandau 4/13 + 1/2, Cattaro 5/11 Spandau verliert Gesamtvergleich 10:14.
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Stats » |
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