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11/18/2007 - prg/ww
Duisburg stürmt die Thermenwelt

Der ASC Duisburg (hier Marek Debski) stürmte die Weidener Thermenwelt.
Foto: Wolfgang Philipps

Die Partie wird für den weiteren Saisonverlauf keine Bedeutung mehr haben, doch bei den Vorrundenspielen der Deutschen Wasserball-Liga (DWL) setzte der ASC Duisburg in der Oberpfalz noch einmal ein Ausrufezeichen: Der deutsche Vizemeister stürmte mit einem 25:5 (7:2, 3:2, 6:1, 9:0)-Erfolg beim Aufsteiger SV Weiden die Thermenwelt regelrecht und erreichte damit seinen bisher Saisonsieg. Der gut gestartete Neuling Weiden bekam heute die eigenen Grenzen aufgezeigt. In Torlaune zeigte sich mit Julian Real (7/„Spieler des Tages"), Florian Müller und Marek Debski (beide 6) gleich drei der Duisburger Akteure.


Der Vizemeister aus Duisburg zeigte sich anders als am Freitagabend sichtbar in Spiellaune und erteilte dem Bundesliganeuling aus der Oberpfalz eine Lehrstunde, wie von Weidener Seite unverblümt eingestanden wurde: „Wir haben nur ein Viertel richtig dagegengehalten und zum allen Schlimmsten ließen wir uns im letzten Viertel vorführen“, sagte SVW-Trainer Irek Luczak, der aber hofft, daß seine Spieler einiges dazugelernt haben: „Spielübersicht und Zweikampfverhalten haben den großen Unterschied gemacht. Das Spiel hat uns gezeigt, daß es für die Meisterrunde sicherlich noch zu früh für uns ist.“ 
   
Das Spiel verlief über die meiste Zeit noch relativ passabel aus Sicht der Hausherren, doch auch der erste und einzige 1:0-Führungstreffer durch einen Strafwurftreffer Thomas Aigners änderte am sichtbaren Unterschied im Leistungsniveau nichts. Mit 2:7 gingen die Teams in die erste Pause. Im zweiten Viertel fanden die Oberpfälzer offensichtlich die richtigen Mittel, um die Begegnung etwas ausgeglichener zu halten und lieferten ein auch ganz ordentliches Wasserballspiel ab. Mit 2:3 zog sich der Gastgeber ordentlich aus der Affäre, auch mit dem 4:10-Zwischestand zu Pause waren die Zuschauer zufrieden.
    
Direkt nach der Halbzeitpause ging es für die Weidener weiter hart zur Sache. Die mit neun Feldspielern nach Weiden gereisten Duisburger (unter anderem fehlten die Stammspieler Tobias Kreuzmann, Timo Purschke und Till Rohe) erhöhten durch aggressive Pressdeckung den Druck und entschieden den vorletzten Abschnitt klar mit 6:1 für sich. Deutlich genug, um den harten DWL-Alltag zu erfahren, doch es kam noch schlimmer. Völlig neben der Rolle verhielten sich die Mannen um Center Alex Schäfer, machten viele Fehler im Spielaufbau und  gingen im Zweikampf unter. Mit 0:9 ging der letzte Abschnitt aus Sicht des Gastgebers zu Ende und die deutliche 5:25-Klatsche stand fest.
  
„So ist der Alltag der Deutschen Bundesliga, auch wenn solche Ergebnisse in der Vorrundenphase keine Seltenheit sind, fiel die Niederlage dennoch viel zu hoch aus“, sagte Luczak. „Wenn wir  das letzte Viertel ganz schnell vergessen und ein schönes Spiel gegen Magdeburg machen, dann können wir trotzdem  mit einem sehr gutem Gefühl in die Hauptrunde gehen. Unser Soll ist schon  erfüllt, das zählt jetzt mehr als alles andere“, schloß der Weidener Coach seine Analyse dennoch optimistisch ab. Gästetrainer Arno Troost verteilte dennoch ein Lob an die Hausherren „Sie haben mitgespielt“, sagte Troost unter Hinweis auf die sehr defensiv geführte Freitagspartie, die Nachbar Aegir Uerdingen allerdings auch mit einem deutlich besseren Resultat abschließen konnte.

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