» german » english » dutch » Home  » Headlines  » Shop  » Impress
» Home   » Germany  » Men  » FINA World Championships   RSS-Feed
 



Men
:: DWL Germany
:: 2. Liga Nord
:: 2. Liga Ost
:: 2. Liga Süd
:: 2. Liga West
:: Turbo Cup
:: Youth Germany
:: Masters GER
Men international
:: European Championships
:: FINA World Cup
:: FINA World League
:: European Juniors U17
:: EuroLeague
:: LEN Trophy
:: Slowianka Cup
:: International
Women
:: DWL Germany
:: German Cup
:: Youth Germany
Women international
:: European Championships
:: FINA World Cup
:: FINA World League
:: European Juniors U17
:: European Champions Cup
:: LEN Trophy
:: Holiday Cup
:: International
Anzeige
Anzeige
 
:: Complete news
02/04/2008 - Wolfgang Philipps
DSV-Schiedsgericht bestätigt Erstliga-Startplatz der Freien Schwimmer

Freie Schwimmer Hannover hat seinen faktisch bereits vorhandenen Erstliga-Startplatz nun auch vom DSV-Schiedsrichtgericht bestätigt bekommen.
Foto: Holger Hütte
Der bis zuletzt hinter den Kulissen immer noch anhängige Rechtsstreit um den Erstligastartplatz der Freien Schwimmer Hannover scheint vor dem Abschluß zu stehen. Wie heute bekannt wurde, bestätigte das Schiedsgericht des Deutschen Schwimm-Verbands (DSV) in letzter Instanz in vollem Umfang das im Sommer vergangenen Jahres gefällte Urteil des Gruppenschiedsgerichts West, das einen zwischenzeitlich Zwangsabstieg der Nord-Hannover nach dem Einsatz eines vermeintlich nicht spielberechtigten ausländischen Akteurs wieder rückgängig gemacht hatte.

Auf das aktuelle Geschehen in der Deutschen Wasserball-Liga (DWL) hat die Entscheidung allerdings keinen weiteren Einfluß mehr. Vor der für die neue Spielzeit relevanten Ligatagung in Bochum hatten sich die Beteiligten hinter den Kulissen angesichts der zu dem Zeitpunkt ungeklärten Rechtslage und der schwer absehbaren, möglicherweise recht dramatischen Folgen geeinigt, für die Saison 2007/2008 einmalig mit einer 17er-Liga zu spielen und diese dann unabhängig von dem noch ausstehenden Urteil dann mit einer sportlichen Entscheidung im Wasser am Saisonende wieder auf die vorgesehenen 16 Teams zu reduzieren.
   
In der Urteilsbegründung gab das DSV-Schiedsgericht unter Leitung von Dr. Regine Heneka (Wiesloch) an, daß das Risiko falscher Angaben von Spielern bei der Lizenzierung nicht den Vereinen aufgebürdet werden könne, sofern diese ihren Sorgfaltspflichten nachgekommen seien, sondern dafür der Ligaausschuß verantwortlich sei. Die Niedersachsen hatten sich kurz nach der der ersten Entscheidung angesichts der Schwere des Falles und der terminlichen Dringlichkeit an den Sportrechtsexperten Dr. Rainer Cherkeh (Hannover) gewandt und zwischenzeitlich mit einer Einstweiligen Verfügung beim Landgericht Kassel ihren Erstligastartplatz bis zum entgültigen Abschluß des Verfahrens gesichert, bei dem auch ein Gang vor die ordentlichen Gerichte in der Luft lag.
  
DSV-Fachwart Ewald Voigt-Rademacher (Dielheim) zeigte sich bestürzt über die Entscheidung. Auch die Meinungen in der Fachwelt über die beiden Urteile sind schon seit längerem geteilt: Vielfach wurde beklagt, daß die Entscheidung Manipulationen Tür und Tor öffne. Andere Beobachter weisen darauf hin, daß ein derartiger Fall jeden Verein unverschuldet treffen könnte, und merkten an, daß die beiden Entscheidungen im Einklang mit der Praxis anderer Sportarten stünden und die Niedersachsen im Falle einer vollen Kenntnis der Sachlage das Startrecht für den Akteur auch auf einem korrekten Wege hätten erhalten können.
    
Ein „Freifahrtschein" für die Klubs ist das Urteil trotz des Grundsatzcharakters dennoch nicht, und eine Rückversicherung gegen derartige Vorfälle gibt es allerdings für die Vereine noch für den Verband ohnehin nicht, wie ein derzeit laufender Prozeß im Fußball zeigt, in den kein geringer als der deutsche Rekordmeister FC Bayern München verwickelt ist. Kritische Stimmen merkten daher an, daß die Wettkampfbestimmungen (WB) in ihrer derzeitigen Form an dieser und anderen Stellen dringend einer Überarbeitung bedürften, um – unabhängig von einer Schuldfrage - für zukünftige Fälle zumindest die rechtlichen Aspekte des Problems eindeutig zu klären, zumal derartige Entscheidungen für die Vereine „existenzgefährend“ werden können.  
   
Eine Werbung für den Wasserballsport war die ganze Angelegenheit in keinem Fall, zumal die Medien dieses jetzt auch mit einer über Monate „schiefen“ Tabelle in der DWL-Aufstiegsrunde ausbaden müssen. Darüber hinaus hatten mit Freie Schwimmer Hannover und dem im Gefolge des Rechtsstreits ebenfalls in der DWL verbliebenen ASC Brandenburg gleich zwei Vereine wochenlang mit einer zum Teil dramatischen Planungsunsicherheit zu kämpfen, da eine Lösung des Rechtsstreits bis kurz vor Beginn der Ligatagung nicht in Sicht war. So berichtete FSH-Wasserballwart Hans Dieter Bähre, daß Sponsoren ihre Finanzierungszusagen zurückgezogen haben und auch die sportliche Zusammenstellung der neuen Bundesligamannschaft gelitten habe. 
Further News to Freie Schwimmer Hanover:
02.10.2007: 17 teams in the German men´s league
  
« back
 
Anzeige
Anzeige
Anzeige
:: Waterpolo on TV
» all dates